Stadtentwicklung Schortens Stadtteile werden gehört

Gestern Abend war eine Zusammenkunft der Stadtteile Roffhausen – Middelsfähr zum Thema Stadtentwicklung Schortens. Hier gibt es offizielle Informationen. Bei der ich auch anwesend war, leider war die Beteiligung mit unter 30 Personen doch recht gering.

Nach einer Auswertung über den aktuellen Prozess der Analysen und Umfragen kam man dann auch ins Gespräch. Hier hatte ich das Gefühl das man zwar gehört wird, aber das es zu keiner Veränderung kommen wird. Was passiert wird die Zukunft zeigen.

Fakt ist ich wohne, arbeite und lebe in Roffhausen und das wird die nächsten Jahre so bleiben. Wenn es dann aber zu dem normalen familiären Wandel kommt, Junior wird ja auch erwachsen und irgendwann sind meine Frau und ich dann allein, zieht es uns eher nach Wilhelmshaven als in der Stadt Schortens zu bleiben.
Meine Einstellung ist Arbeit und wohnen sollten so gewählt sein das man mit einem Auto zurecht kommt. Und das man seine Freizeit in Wohnung und im Freien gemütlich gestalten kann.

Wenn ich mir aber Roffhausen und Middelsfähr so anschaue gibt es wenig Wohnraum der dies ermöglicht. Alleine die Wohnung, in der wir jetzt sind, zu finden und zu bekommen hat 4 Jahre gedauert. Als Mietwohnung gibt es sowas aber kaum hier im Stadtteil.

Roffhausen – Middelsfähr ist ein Stadtteil in dem es jetzt schon mehr Arbeitsplätze als Einwohner gibt. Schaut man dann noch auf die freien Gewerbeflächen könnten es doppelt soviele Arbeitsplätze wie Einwohner werden. Auch wenn Arbeitnehmer den Drang verspüren in die Nähe ihrer Arbeit zu ziehen, haben sie derzeit kaum die Chance das passende zu finden. Doppelhäuser, Häuser und Reihenhäuser sind belegt und sollte eins frei werden ist es auch schon wieder vom Markt. Bei den Wohnungen sieht es hier schon anders aus. Middelsfähr hat hier eine recht gute Auslastung da die Wohnungen der Jade recht gut vermittelt werden. Die Wohnungen in der Frankfurter Straße sind zwar recht modern aber das Umfeld ist nicht jedermanns Geschmack. Und in der Erfurter Straße bekommt man Wohnungen die teilweise noch auf dem Stand vom Erstbezug sind und für die heutigen Bedürfnisse sich grad noch als Single Wohnungen oder Wohnungen für frische Paare eignen.
Mein persönlicher Wunsch wäre eine 3 Zimmer Küche Bad Wohnung mit Terrasse garten und Stellplatz. Sowas gibt es hier aber nicht. Genauso wenig wie familientaugliche Wohnungen. Wenn ein  Arbeitskollege mich nach einer Wohnung für Familie mit ein oder zwei Kindern fragt kann ich nur Mitte den Schultern zucken.
Das nächste Problem ist der öffentliche Nahverkehr Busverbindungen nach Wilhelmshaven -Sande – Zetel sind zwischen 8 und 20 Uhr gut zu bekommen will oder muss man in die Stadt oder zum Kreis ist man verloren oder macht eine friesische Sightseeing-Tour. Dies ist auch ein Problem der Arbeitgeber hier, wie soll man flexible Mitarbeiter bekommen wenn sie es nicht schaffen zur Arbeit zu kommen. Vor allem wenn man bedenkt das zwei der größten Arbeitgeber noch weit nach 20 Uhr arbeiten.

Ich habe mich immer gefragt, warum haben die Einwohner aus diesem Stadtteil kein Vertrauen zu der Politik der Stadt. Gestern konnte ich mir selbst ein Bild machen. Und ich muss sagen solange die Stadt uns nur als Gewerbefläche sieht werden sie die Einwohner auch nicht für sich Gewinnen.Wir  können froh sein das wir eine Schule und Kita’s haben, stolz auf unseren Fleischer und Kiosk sein und das uns zumindest Wilhelmshaven soweit entgegen kommt, dass wir auch schnell einkaufen können. Und dass die Wohnungen von Unternehmen aus Wilhelmshaven und dem Kreis Wittmund in Schuss gehalten werden. Gäbe es die Unternehmen auf dem TCN nicht, währen der Breitbandausbau und die Mobilfunkversorgung wohl auch nicht so gut wie sie aktuell sind.

Wenn nicht jeder für sich und einige Zusammen dafür sorgen, dass man auch ohne die Hilfe der Stadt ein angenehmes Wohnen hin bekommt, sind wir verloren.

Bis denn dann, euer

Michl

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